100x Burger (Rotweinburger & Classic Burger)

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Ein Sommerfest mit mehr als 50 Gästen kann einen schon mal vor eine gewisse Herausforderung stellen, vor allem dann, wenn tatsächlich auch alle kommen die man eingeladen hat. Ich hab mich für Burger entschieden, und zwar für zwei Varianten die es nicht an jeder Frittenbude gibt.
Das gabs zum Essen:

Rotweinburger mit gerösteten Tomaten, Rucola und Speck auf Rosmarin-Focaccia.
Classic Burger mit karamelisierten Zwiebeln, Essiggurken und Käse auf Roggenbrot – sehr rustikal!

Für den Fall dass jemand auch mal mit diesen Mengen hantieren muss hab ich beide Mengenangaben aufgeschrieben, die Partyvariante und die Haushaltsvariante für
4 Personen.

Rotweinburger:

 

  • Für die Glasur:
  • 4 Flaschen (500ml) Rotwein
  • 6 EL (1 EL) brauner Zucker
  • Für die Rosmarinbutter:
  • 250g (60g) Butter
  • 6 EL (1 EL) frischen Rosmarin sehr fein gehackt
  • Für den Burger:
  • 4.5kg (700g) Rinderhackfleisch
  • 25 EL (4 EL) Glasur
  • 13 TL (2 TL) Salz
  • 3 TL (1/2 TL) schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
  • 800g (125g) Emmentaler
  • Zum Belegen:
  • Tomatensalat aus gerösteten Tomaten von 13 Stk (2 Stk) Tomaten siehe hier
  • 50 Stk (4 Stk) Focaccia ca. 12 x 12 cm
  • 700 g (120 g) Rucola
  • 500g (4 Scheiben) Speck

Für die Glasur wird der Wein zusammen mit dem Zucker stark eingekocht auf ca. 750ml (120ml). Das dauert eine Weile, je nach dem wie viel Glasur man gerade braucht. Bei der kleinen Portion dauert es ca. 20-30 Minuten

Auch die Rosmarinbutter lässt sich gut vorbereiten. Dazu die Butter aus dem Kühlschrank nehmen und weich werden lassen und mit dem sehr feingehackten Rosmarin (nur die Nadeln, nicht die Stengel) vermischen. In eine kleine Schüssel streichen und im Kühlschrank bis zum großen Auftritt kühl stellen.

Das Hackfleisch mit allen Zutaten gut vermischen und kräftig durchkneten so dass sich die Gewürze und die Glasur gleichmäßig vermischen.

Bei der Verarbeitung von Hackfleisch muss man auf peinlichste Sauberkeit achten. Arbeitsfläche und Geräte müssen absolut sauber sein, genau wie die Hände. Da Hackfleisch schnell verdirbt muss man darauf achten die Kühlkette nicht zu lange unterbrochen wird und das Hackfleisch nicht zu warm wird.

Aus dem Hackfleisch gleichmäßig große, 2cm dicke Pattis formen. Für das Sommerfest hab ich je weile 100g Rinderhack abgewogen und in einem kleinen Dekoring (Durchmesser 8 cm) zu Pattis geformt. Bei einer kleinen Menge kann man das sicher noch gut nach Augenmaß machen, bei knapp 50 Burgern tut man sich mit einem Hilfsmittel deutlich leichter.

Damit sich die Burger beim Grillen in der Mitte nicht so stark aufplustern und dadurch nicht mehr belegt werden können, hilft es, wenn man mit dem Daumen ein Loch in den rohen Burger drückt.

Die Pattis hab ich am Abend zuvor hergestellt und noch mal eingefroren, das hat auch den großen Vorteil, dass die Pattis nicht zerfallen wenn man sie auf den Grill legt.

grillen-im-garten

Die Ruhe vor dem Sturm. – Die Gäste können kommen.

Für die geröstete Tomaten habe ich das Rezept „Gerösteter Tomatensalat“ verwendet. Die Tomaten in ca. 1,5 – 2cm dicke Scheiben schneiden, mit Knoblauch, Honig, Balsamico und Olivenöl beträufeln und für knapp 20 Minuten im Ofen rösten. Dabei darauf achten dass sie nicht zu weich werden, sonst wird es schwer die gerösteten Tomaten später auf die Burger zu transportieren.

Die Burger werden dann auf mittlerer direkter Hitze gegrillt. Von jeder Seite ca. 4-5 Minuten mit geschlossenem Deckel. Wer einen Grill ohne Deckel benutzt muss die Zeit etwas verlängern, sollte aber darauf achten, dass die Burger nicht zu dunkel werden. Während des Grillens die Burger immer wieder mit der Glasur bestreichen.

2 cm dicke Burger sind ein ideales Maß für einen perfekten Burger. Sind sie viel dicker brauchen sie ewig bis sie im Inneren durch sind und sind dabei außen fast schon verkohlt. – Sind die Burger jedoch zu dünn, so sind sie Innen fertig bevor sich außen die typischen Grillaromen entwickeln konnten.

Parallel zum Burger grillen brät man den Speck in einer Pfanne aus. Das kann man entweder machen indem man eine kleine Gußpfanne mit auf den Grill legt, oder man hat einen kleinen Gaskocher den man dazustellen kann – oder man legt ihn einfach mit auf den Rost – dann sollte man aber gut aufpassen, dass er nicht in die Glut fällt.

Zusammengebaut wird der Burger wie folgt:

  1. Focaccia ca. 12 x 12 cm in der Mitte durchschneiden und mit der Schnittseite auf dem Grill kurz toasten
  2. Beide Hälften mit Rosmarinbutter bestreichen
  3. Die eine Hälfte mit ein paar Stängeln Rucola und 2 Scheiben von den gerösteten Tomaten belegen
  4. Die andere Hälfte mit gebratenen Speck und einer Scheibe Emmentaler belegen.
  5. Den gegrillten Burger auf die Tomate legen – alles zusammen klappen.

Wer möchte kann den fertigen Burger noch mal kurz auf den Grill legen damit er von außen auch noch mal getoastet wird und der Käse besser schmilzt. – Ich hab das bei den ersten 5 Burgern versucht und hab es dann schnell wieder bleiben lassen. Wenn es schnell gehen muss ist das doch etwas wackelig, die belegten Burger heil vom Grill auf den Teller zu befördern.

Classic Burger auf Roggenbrot mit karamellisierten Zwiebeln

  • 4,5kg (700 g) Rinderhackfleisch
  • 10 EL (1,5 EL) Worcestersauce
  • 5 TL (1/2 TL) schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
  • Salz
  • 10 (2 Stk) große Zwiebeln
  • 3 TL (1/2 TL) Zucker
  • Butter
  • 2 Laib (8 Scheiben) Roggenbrot
  • 800 g (125g) Emmentaler
  • Essiggurken
  • Dijon-Senf

Das Hackfleisch mit der Worchestersauce, Pfeffer und Salz würzen und gleichmäßig 2 cm dicke Pattis formen. (Die Delle in der Mitte nicht vergessen, damit der Burger sich nicht zu stark aufpllustert)

Zwiebeln in feine Scheiben schneiden. In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen. Die Zwiebeln mit Zucker bestreuen und bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten.

TIP: Das kann man auch gut vorbereiiten, die Zwiebeln weich dünsten, und erst kurz vor dem Servieren auf dem Grill in einer Pfanne fertig braten.

 

Die Burger auf mittlerer direkter Hitze bei geschlossenem Deckel grillen. Von jeder Seite ca. 4-5 Minuten.

Das Roggenbrot mit Butter bestreichen und darauf karamellisierten Zwiebel verteilen, mit einem Burger belegen. Die andere Seite mit etwas Dijon-Senf bestreichen und mit einer Essiggurke belegen. Eine Scheibe Emmentaler Käse auf den Burger legen und warm servieren.

Noch ein Tip zum Schluss: Es hilft immens, wenn man nicht alleine ist beim Burger bauen. Eine Person am Grill, die andere beim Brotschneiden und belegen. Das hat super funktioniert!

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Kochen ist einfach, wenn man weiß wie es geht. Daher versucht Thomas möglichst viele Grundlagen zu erklären und hofft damit viele seiner Leser zum Kochen zu motivieren.

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