Death by Fusion – Extrovertierter Gin-Cocktail

Death by Fusion ist ein extrovertierter Gin-Cocktail, asiatisch/europäisch inspiriert. Er kombiniert das besondere Aroma des Pandanblattes mit dem Frucht- und Zitrusaroma des Zitronengrases, der Limette und des Proseccos sowie des feinen Gurkengeschmacks der Wassermelone. Unterstrichen wird dies durch leichte Bitteraromen und eine angenehmen Süße. Unter Verwendung eines Bavarian Dry Gins wird der Cocktail zu einem echten „Fusion-Highlight“.

Der „Fusionsküche“ wird nachgesagt, dass sie ihre Wurzeln in den USA hat und Ende der 70iger, Anfang der 80iger Jahren  aus der „California Cuisine“ hervorging. Ihr konstituierendes Merkmal besteht in der Verschmelzung/Kombination (sprich Fusion) typischer, regionaler Produkte mit eher ungewöhnlichen Zutaten und Produkten aus anderen Regionen (beispielsweise Asien, Afrika, Nordamerika oder Mexiko). Insbesondere die Globalisierung und die zunehmende Verfügbarkeit von Produkten außerhalb des Erzeugerlandes haben dazu beigetragen, dass „Fusionfood“ eine hohe Popularität erfuhr und immer noch hat. Viele der besten Restaurants der Welt kombinieren lokale Produkte mit außergewöhnlichen Zutaten aus anderen Regionen. Das was in vielen Küchen schon lange Einzug gehalten hat, sehen wir zunehmend auch im Cocktailbereich.

 

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Was macht einen guten Fusion-Cocktail aus?

Leider gibt es für die Beantwortung dieser Frage kein Universalrezept und letztendlich könnte ein amerikanischer Gin, der mit einem europäischen Tonic-Water getrunken wird schon als ein Fusion-Getränk bezeichnen werden – aber so einfach wollen wir es uns natürlich nicht machen. Vielmehr liegt die Herausforderung eines guten Fusion-Cocktails darin, außergewöhnliche, also nicht alltägliche Zutaten zu kombinieren, um daraus ein besonderes Geschmackserlebnis zu kreieren. Was viele von euch im Bereich „Küche“ als selbstverständlich erachten, ist jedoch bei einem Gin-Cocktail nicht immer so einfach umzusetzen.

Viele Versuche und ein langer Weg

Natürlich wissen wir, dass Gin seit vielen Jahren der Liebling der Bartender ist und die Nummer Eins, wenn es um Cocktails geht. Dies liegt daran, dass sich Gin als ein sehr kombinationsfreundliches Getränk darstellt. Gin geht gut mit „Bitter“, mit „Sauer“, mag aber auch „Süße“ und „Prickelndes“ – mit anderen Worten, „Gin ist ein Tausendsassa“. Gin ist außerdem offen für exotische Zutaten und ungewöhnliche Beimischungen. Dies war Grund genug, etwas Außergewöhnliches zu probieren: asiatisch inspirierte Sirups, drei an der Zahl, kombiniert mit einem bayrischen London Dry Gin sowie italienischen Prosecco und weiteren Beigaben. Es hat einiger Versuche bedurft, bis die Mischung, das Mischungsverhältnis und die Kombination gepasst haben. Aber jetzt ist der Cocktail perfekt.

Das Ergebnis: Death by Fusion

Asien ist ein Geschmacksmekka, so dass einem nach Reisen oftmals bestimmte Geschmäcker und Geschmackserlebnisse im Kopf bleiben. Zurück in Deutschland werden einige wieder vergessen, bei anderen stellt sich einem die Frage, ob sie dem europäischen Gaumen auch gefallen könnten. Bei Wassermelone und Zitronengras ist die Frage sicherlich einfach zu beantworten, da beide Produkte heute in fast jedem Supermarkt erhältlich sind. Anders sieht dies dann schon bei Pandanblättern aus, die für viele Europäer sicherlich noch einen sehr exotischen Charakter haben aber heute in den meisten Asia-Shops gekauft werden können. Interessant wird es dann, wenn versucht wird, diese drei Geschmäcker zu kombinieren. In Verbindung mit Gin (aus Europa), Limettensaft (aus Südamerika), Angostura Bitter (aus Trinidad) sowie frischen Eiern aus Bayern ist ein echter Fusion-Drink entstanden, der alle wesentlichen Geschmackskomponenten unterstreicht.

Auch wenn der Death by Fusion in seiner Herstellung etwas aufwändiger ist als gewöhnliche Cocktails (dies liegt vor allem an den drei Sirups, die ihr selber herstellen solltet), so ist es der Aufwand wert, wenn ihr ein neues und besonders Geschmackserlebnis mögt.

Death by Fusion - Gin Cocktail

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Zutaten

  • 5 cl Gin
  • 2 cl Limettensaft
  • 2 cl Pandanblattsirup
  • 1,5 cl Wassermelonensirup
  • 1,5 cl Zitronengrassirup
  • Angostura Bitter
  • Prosecco zum Auffüllen
  • 1 Eiweiß von einem frischen Bio-Ei

Zubereitung

  1. Ein Eiweiß mit dem Handrührgerät steif schlagen und anschließend zusammen mit einigen Spritzern Angostura Bitter sowie einem kleinen Schuss Melonensirup noch kurz weiter schlagen.

  2. Gin, Limettensaft, Wassermelonensirup, Pandanblattsirup, Zitronengrassirup und einige Spritzer Angostura Bitter kräftig und länger in einem Shaker auf Eis schütteln. 

  3. In ein großes Becherglas oder Tumbler einen Eiswürfel geben und den Inhalt des Shakers ohne Eis in das Glas abseihen. Mit kaltem Prosecco ausfüllen und vorsichtig umrühren.

  4. Eiweiß in einen Spritzbeutel füllen und als „Hut“ auf den Cocktail geben.

Herstellung Zitronengrassirup

Zitronengrassirup

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Zutaten

  • 3 Stängel Zitronengras
  • 500 ml Wasser
  • 400 g Zucker

Zubereitung

  1. Den vorderen Teil vom Zitronengras (ca. 3mm) abschneiden und entsorgen, ebenso den trockenen hinter Teil. Den Rest vom Zitronengras in 3-4cm lange Stücke schneiden und andrücken (bspw. mit einem Fleischplattierer).

  2. Zusammen mit dem Wasser ca. 10 bis 15min. leicht kochen lassen. Anschließend durch ein feines Sieb gießen und zusammen mit dem Zucker nochmals kurz aufkochen lassen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.

  3. Zitronengrassirup in eine sterile Flasche füllen. Nach dem Abkühlen im Kühlschrank lagern. Dort hält sich der Sirup bis zu mehreren Monaten.

Herstellung Wassermelonensirup

Wassermelonensirup

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Zutaten

  • 1/2 kleine Wassermelone
  • 4 cl Limettensaft
  • 200 gr. Zucker

Zubereitung

  1. Wassermelone halbieren und eine Hälfte anderweitig verwenden. Die Hälfte in Viertel schneiden und danach aus den Vierteln dünne Scheiben schneiden. Schale und weißes Fruchtfleisch entfernen. Kerne vorsichtig mit einem spitzen Löffel entfernen und entsorgen.
  2. Ca. 500gr. vom entkernten Melonenfleisch in einem Blender klein mixen.
  3. In einem Topf geben und ca. 5min leicht (!!!) köcheln lassen. Danach 5 Minuten ruhen/abkühlen lassen.
  4. Melonenpulpe durch ein grobes Sieb geben und in einem zweiten Kochtopf auffangen. Nochmals durch ein feineres Küchensieb geben und den Melonensaft in einem Topf auffangen. Zusammen mit 200gr. Zucker zum Kochen bringen und solange leicht köcheln lassen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Ggf. Schaum entfernen.
  5. Von der Kochstelle nehmen und Limettensaft hinzufügen. In eine sterile Bügelfasche abfüllen. Nach dem Abkühlen im Kühlschrank lagern. Dort hält sich der Sirup bis zu mehreren Monaten.

Herstellung Pandanblattsirup

Pandanblattsirup

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Zutaten

  • 5 Pandanblätter
  • 500 ml Wasser
  • 400 gr. Zucker

Zubereitung

  1. Pandanblätter klein schneiden und zusammen mit dem Wasser aufkochen lassen. Ca. 7-10 min leicht köcheln lassen.
  2. Pandanblätterstücke entfernen und die Flüssigkeit durch ein feines Küchensieb geben und in einem Kochtopf auffangen. Zucker hinzufügen und solange leicht köcheln lassen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
  3. In eine sterile Bügelfasche abfüllen. Nach dem Abkühlen im Kühlschrank lagern. Dort hält sich der Sirup bis zu mehreren Monaten.

Geschmacksfusion im Mund

Der Death by Fusion kombiniert das besondere Aroma des Pandanblattes mit dem Frucht- und Zitrusaroma des Zitronengrases, der Limette und des Proseccos sowie des feinen Gurkengeschmacks der Wassermelone. Unterstrichen wird dies durch leichte Bitteraromen und eine angenehmen Süße. Unter Verwendung eines Bavarian Dry Gins wird der Cocktail zu einem echten „Fusion-Highlight“.

Durch seinen einzigartigen Geschmack bietet es sich an, den Death by Fusion als Aperitif zu guter Fusion-Küche zu genießen. Dieser Drink sollte kalt im Sommer oder im Frühling genossen werden. Und für den Fall, dass euch doch noch das Leuchten fehlt: Licht aus, Schwarzlicht an und der leuchtende Eierschaumhut wird euch in Entzücken versetzen.

[Gesamt:5    Durchschnitt: 4.4/5]
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