Fleisch – Qualität erkennen

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Ob der Braten zart und die Steaks saftig werden entscheidet nicht nur die Art und Weise der Zubereitung. Ein oft vernachlässigter Punkt ist die Qualität des verwendeten Fleisches. Aber an was erkenne ich die gute Qualität?

Es gibt drei Merkmale an denen sich die Qualität des Fleisches erkennen lässt:

1. Farbe
2. Geruch
3. Konsistenz

Je nach Fleischsorte sind diese etwas unterschiedlich.
Die Fleischfarbe sollte immer der Fleischsorte entsprechen darf aber niemals zu blass sein.
Rindfleisch hat eine eher dunkelrote Farbe, Schweinefleisch ist rosa, Lamm hellrot bis rot mit einer schönen gleichmäßigen Marmorierung. Wild ist grundsätzlich etwas dunkler und Geflügel muss prall und rosa sein. Das Fett bei allen Fleischarten ist weiß, alles andere sollte einen aufhorchen lassen.

Der Geruch von Fleisch muss frisch oder neutral sein, man sollte da seinem Instinkt vertrauen. Wenn es zu sauer oder modrig riecht ist das ein ernst zu nehmendes Warnsignal.

Der Drucktest beim Fleisch darf keine bleibenden Dellen verursachen. Das Gewebe muss nach kürzester Zeit seine ursprüngliche Form annehmen.

Auch sollte darauf geachtet werden, dass das Fleisch nicht im eigenen Saft liegt. Das kann ein Zeichen für schlechte Qualität sein. Das Fleisch in den Kühltheken liegt deshalb meistens auf einem Stück Fließ was den Fleischsaft aufsaugen soll, wenn dann trotz dieser Maßnahme die rote Brühe zwischen Styroporschale und Folie (mit der Aufschrift – Sonderpreis – natürlich gaaaaz frisch) schwappt, sollte man besser die Finger davon lassen. Ich bin grundsätzlich ein Gegner von abgepackten Fleisch erst recht wenn der Drucktest, wie in den meisten Fällen, negativ ausfällt.

Der beste Garant für gutes Fleisch ist ein guter Metzger der einem berät und den man mit Fragen löchern kann. Man sollte sich auch nicht scheuen nach den Lieferanten zu fragen. Es schafft einfach Vertrauen, wenn der Verkäufer Auskunft über seine Ware geben kann.

Ein Anzeichen für geringe Qualität kann aber auch der Preis sein. Ein Kilo Sonntagsbraten für ganz kleines Geld kann einfach nicht funktionieren. Das Tier musste ja auch erst mal aufgezogen und gemästet werden. Das kann man zwar auch mit dem Einsatz von vielen Medikamenten und Billigfutter in kürzester Zeit erreichen – um aber eine gute Qualität zu gewährleisten muss das Tier ein gewisses Mindestalter erreichen und sollte nur natürliches und Gesundes Futter erhalten. Letztere Methode kostet dementsprechend mehr, was sich dann natürlich auch auf den Kilopreis niederschlägt.

Umgekehrt ist ein hoher Preis aber noch lange keine Garantie, dass die Qualität stimmt.

Wie man es dreht und wendet es bleibt dabei. Gute Qualität kostet. Bedenkt man die Tatsache, dass unser hoher Fleischkonsum mit eine Ursache der Klimaerwärmung ist so sollte man nach dem Grundsatz verfahren:

Lieber weniger Fleisch aber dafür nur allerbeste Qualität.

 

In diesem Artikel geht es um:

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Fotograf, Foodblogger, Hundebesitzer, Online Marketing Experte

Seit mehr als 10 Jahren begeistert Thomas seine Leser mit Rezepten und Geschichten rund ums Kochen. In den letzten Monaten tauscht er aber immer mal wieder den Kochlöffel mit der Kamera und und berichtet über Menschen und Ereignisse, die oft – aber nicht immer mit Essen zu tun haben.

2 Kommentare

  1. Wir kaufen auch seit Jahren von unserer Fleischerei um die Ecke. Da wissen wir, woher das Fleisch kommt. Die Qualität hat uns bisher immer überzeugt. Spätestens beim Braten merkt man ja sonst, wenn es kein gut gewachsenes Fleisch ist.

  2. Find ich gut, wenn ihr das so macht, vor allem wenn es scheinbar zur Familie gehört. (p.s. Links in Kommentaren sind immer „nofollow“ – das bringt als nix)

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