Gin loves Japan – Gin Cocktails mit Sake

Gin Cocktail mit Sake

Konnichiwa! Viele von euch werden sich fragen, was hat Japan mit Gin zu tun? Das Land der aufgehenden Sonne ist, wenn es um Getränke geht, doch in erster Linie für seine ausgezeichneten und prämierten Whiskys, seiner unverwechselbaren Sake und seiner frischen Biere bekannt.

Absolut richtig! Bis vor wenigen Monaten gab es sogar keinen Gin, der seinen Ursprung in Japan hatte. Das hat sich mit dem Ki No Bi Gin, welcher in der Präfaktur Kyoto hergestellt wird und landestypische Botanicals verwendet, geändert.
Allerdings soll dieser, zweifelsohne interessante, Gin heute nicht im Rampenlicht stehen. Vielmehr geht es um japanspezifische „Cocktailzutaten“ der besonderen Art. Auf meinen vielen Besuchen in Japan habe ich nicht nur eine traditionsreiche Kultur und eine herausragende Gastfreundschaft kennengelernt sondern auch festgestellt, dass sich viele japantypischen Aromen wunderbar mit den eher westlich geprägten Geschmacksrichtungen verbinden lassen. Dieses gilt nicht nur für die „Fusion“ von Essen und Trinken – wie beispielsweise die harmonische Verbindung von Sushi und Sashimi mit einem guten Riesling oder einem Glas Junmai Sake mit einem tollen Pasta-Gericht.

Gin Fusion – Japan trifft auf den Westen

Viele Gin-Cocktails können durch die Verwendung von japanisch geprägten Zutaten unglaublich Aromen entwickeln. Nach dem Motto: „When East meets West“ entstehen durch die richtige Kombination wahnsinnig interessante Kreationen.
Ein in Deutschland und Europa leider vielfach unterschätztes typisches japanisches Getränk stellt Sake dar. Sake, welcher umgangssprachlich fälschlicherweise häufig als „Reiswein“ bezeichnet wird (wenn schon, dann ist der Herstellungsprozess eher an das Bier brauen angelegt), kann geschmacklich unglaublich vielschichtiges sein. Guter Sake ist pur ein tolles Getränk und stellt zusammen mit Gin eine ausgezeichnete Basis für zahlreiche kreative Cocktails dar. Die größte Herausforderung besteht häufig darin, wirklich guten Sake zu bekommen (zumindest in der westlichen Welt). Darüber hinaus korreliert, wie bei keinem anderen Getränk, die Qualität der Sake mit seinem Preis. Allerdings lassen sich heute – dem Internet und der Globalisierung sei Dank – guter und preislich einigermaßen erschwinglicher Sake auch in Europa finden.

Guten Sake muss man suchen

Ich persönlich würde immer auf einen Junmai Sake (hergestellt ohne Zugabe von Brauerei-Alkohol) oder auf einen Daiginjo oder Ginjo Sake zurückgreifen. Aber auch ein Honjozo Sake stellt eine gute Alternative dar. Sämtliche vorher genannten Sake Arten gehören zu der Kategorie „Premium-Sake“ und haben in Japan (lediglich) einen Produktionsanteil von ca. 30%. Alle anderen Sake Arten lassen sich unter den Begriff „Alltags, Standard oder Tisch-Sake“ zusammenfassen.
Übrigens, eine gar nicht so schlechte Einführung zum Thema Sake findet ihr hier:
http://sake-world.com/

Gisah Cocktail

Wer von euch die Kombination von Gin und Sake einmal ausprobieren möchte, dem lege ich meinen Gisah Cocktail an Herz. Bei dem „Gisah“ ist der Name auch gleichzeitig Programm: Gin, Sake und Hollunder sind seine Hauptbestandteile. Insgesamt hat dieser Cockatilnur vier Zutaten und lässt sich damit schnell und einfach zubereiten. Aufgrund seiner Frische bietet sich der „Gisah“ ideal als Aperitif oder als frischer Sommerdrink an.


Gin Cocktail mit Sake

Gisha

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Zutaten

  • 4 cl Gin
  • 2 cl Sake
  • 2 cl Limettensaft
  • 2 cl Hollundersirup

Zubereitung

  1. Gin, Sake, Limettensaft und Hollundersirup in einem Shaker auf Eiswürfel kräftig schütten und in eine mit Crushed-Ice gefüllte Cocktailschale abseihen.

Tipp

Als Gin empfehle ich hier einen London-Dry Gin. Wenn ihr den japanischen Akzent noch etwas mehr hervorgeben wollt, dann verwendet ihr anstelle des Limettensafts, Yuzu-Saft. Den bekommt ihr normalerweise in jedem Asia Shop.

Cool Geisha

Für die europäische Kultur wirken Geishas oftmals befremdlich und ihnen werden völlig zu Unrecht prostituierende Züge angedichtet, denn mit Erotik hat eine Geisha nichts zu tun. Eine japanische Geisha ist eine langjährig ausgebildete Unterhaltungskünstlerin, die Gästen traditionelle japanische Künste darbietet und Freude vermittelt. Viele bezeichnen Geishas als die letzten Bewahrerinnen der traditionellen Künste Japans. Diese Künste umfassen Gesang, Tanz und das Spielen von unterschiedlichen Musikinstrumenten. Darüber hinaus muss eine Geisha gewandt in der Konversation und eine perfekte Gastgeberin sein sowie die Kunst der Teezeremonie beherrschen.
Erfolgreiche Geishas zeichnen sich durch Anmut, Charme, Bildung, Humor und Kultur aus. Sie beherrschen die Regeln der Etikette und sind in der Lage Haltung zu bewahren – auch in schwierigen Situationen.
Der Cocktail „Cool Geisha“ will ebenso Geistesreichtum, Niveau, Unterhaltung und Freude vermitteln. Es geht darum, den Geist zu beleben, eine niveauvolle Verbindung von unterschiedlichen Zutaten zu erleben, den Gaumen mit interessanten Genüssen zu unterhalten und einfach Freude an einer ungewöhnlichen Kreation zu haben.


Gin Cocktail mit Sake

Geisha

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Zutaten

  • 2 cl Gin
  • 4 cl Sake
  • 2 cl Brombeerlikör Chambord
  • 1 cl Zuckersirup
  • 1 Spritzer Angostura Bitter

Zubereitung

  1. Gin, Chambord und Zuckersirup in einem Shaker auf Eiswürfel kräftig schütten und in eine gekühlte Cocktailschale ohne Eiswürfel abseihen. 

  2. Vorsichtig den gut gekühlten Sake hinzugeben, mit einem Löffel langsam umrühren und mit einem Spritzer Angostura Bitter „toppen“.

Tipp

Ich empfehle euch als Gin eher eine fruchtigere Variante.

Lost in Translation

Neben Sake können weitere japantypische Zutaten in der Verbindung mit Gin eine herausragende Rolle spielen. Hierzu gehören Matcha Tee und Japanischer Kirschblütensirup. Matcha Tee (bitte nur das Original aus Japan verwenden) hat einen leicht bitteren, nussigen aber sehr aromatischen Geschmack und ist im Handel immer in Pulverform erhältlich. Japanischer Kirschblütensirup bestellt ihr am besten über das Internet. Dieser Sirup enthält Aromen von Schwarzkirsche, Bittermandel und zarter Schoko-Note.


„Lost in Translation“ wurde durch meine zahlreichen Japan Aufenthalte sowie dem gleichnamigen Film mit Bill Murray und Scarlett Johansson inspiriert. Auch wenn es sich hier nicht um einen Whiskeycocktail handelt, wie vom Film vielleicht induziert, so geht es doch um geschmackvolle Unterhaltung. Zwei kulturell völlig unterschiedliche Welten treffen hier aufeinander und verstehen sich prima – wenn auch nicht auf Anhieb.
Die Besonderheit dieses Cocktails liegt in typischen japanischen Zutaten wie Matcha Tee, Kirschblütensirup und Sake kombiniert mit einem europäischen Gin. Wenn ihr näher am Film bleiben möchtet, könnt ihr natürlich auch einen amerikanischen Gin verwenden.

Gin Cocktail mit Sake

Lost in Translation

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Zutaten

  • 4 cl Gin
  • 4 cl Sake
  • 1 cl Limettensaft
  • 2 cl Japanischer Kirschblütensirup
  • ¼ TL Matcha Tee Pulver
  • 1,5 cl Zuckersirup

Zubereitung

  1. Gin, Limettensaft, Kirschblütensirup, Matcha Tee Pulver und Zuckersirup in einem Shaker auf Eiswürfel kräftig schütten und Longdrinkglas mit Eiswürfeln abseihen.

  2. Sake hinzugeben und vorsichtig umrühren. 

  3. Zum Schluss könnt ihr, wenn ihr mögt, noch ein wenig Mineralwasser auffüllen.

Der „Lost in Translation“ steht für sich selber und kombiniert eine Vielzahl von besonderer Aromen: Bitter, nussig, süß, mandelig, frisch und aromatisch.
Dieser Cocktail macht Spaß im Kreise von Freunden, bei einer Gartenparty, eine Karaoke-Show oder bei einem Bill Murray Filmeabend. Ihr könnt Ihn In Tokyo genauso genießen wie in London oder München.
Viele Spaß beim Ausprobieren und Mixen: Kampai!

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