Hexenhaus (Lebkuchenhaus) Teil 2

von

Der Rohbau vom Hexenhaus steht, jetzt geht es an die Außengestaltung. Bei mir müssen auf jeden Fall Vanill Brezeln drauf, aber auch alle anderen Süßigkeiten sind erlaubt. Je bunter das Angebot, um so leuchtender die Augen der Kinder. Ein Hexenhaus ist kitschig!

« zu Teil 1

Vanill Brezeln

Die Vanillebrezen meines Opas waren legendär. Sie waren weich, buttrig und haben herrlich nach Vanille geschmeckt und es waren immer zu wenig da. Mittlerweile back ich sie selber, oder besser ich versuche sich nachzubacken, denn alles was er überliefert hat sind die Zutaten:

  • 250 g Mehl
  • 125 g Butter (oder Margarine)
  • 125 g Zucker
  • 1 Ei
  • Vanillemark von einer Schote
  • Glasur von 100 g Puderzucker + Zitronensaft

Mehr steht da nicht. An sich ist das ein einfacher Mürbteig, aber damit es Vanill Brezeln von meinem Opa werden muss man folgendes beachten.
Normalerweise heißt es man soll einen Mürbeit möglichst nicht zu lang kneten, damit der Teig schön mürbe bleibt. In diesem Fall sollte der Teig entgegen aller anderen Aussagen besonders kräftig und lang geknetet werden.

Dann formt man aus dem Teig 2-3 Rollen von ca. 3-4 cm Durchmesser und schneidet diese in 1 cm dicke Scheiben. Daraus rollt man mit dem Handballen ca. 8 cm lange Würste, die man in Brezenform auf ein Backblech mit Backpapier legt.

vanille brezeln - Hexenhaus (Lebkuchenhaus) Teil 2
Die Vanill Brezeln werden bei max 180°C (Ober – Unterhitze) für 12 -15 Minuten gebacken. Sie müssen unbedingt hell bleiben.

Die warmen Brezeln mit Glasur bestreichen und auskühlen lassen.

TIP:
Um etwas mehr Abwechslung bei der Dekoration zu haben, kann man auch etwas Teig ausrollen und mit möglichst kleinen Formen ausstechen. Diese Plätzchen brauchen etwas kürzer im Ofen.
Die Plätzchen ebenfalls mit Glasur bestreichen und mit bunten Streuseln dekorieren.

bauplan03 - Hexenhaus (Lebkuchenhaus) Teil 2

Neben den Gebäck wird das Hexenhaus noch mit allen Möglichen Süßigkeiten dekoriert. Es ist nur wichtig, dass die Sachen nicht zu groß sind, da das nicht schön ausschaut. Grundsätzlich kann man da aber seiner Fantasie freien lauf lassen.

  • Smarties
  • Gummibären
  • Schokogoldtaler
  • Schokotaler mit bunten Streuseln
  • Zuckerstangen
  • und und und …

Die ganzen Sachen werden wieder mit unserem Alles-Zuckerguss-Kleber befestigt. Manchmal ist es sehr Hilfreich die Sachen mit Zahnstochern zu fixieren bis der Zuckerguss fest geworden ist. Das schaut dann zwischenzeitlich aus wie ein Igel bei der Akupunktur aber nach ca. 1 Std. kann man die Stützen wieder entfernen.

Den letzten Schliff bekommt unser Hexenhaus durch eine extra dicke Lage Puderzucker. Das ist der Schnee und der kaschiert auch den ein oder anderen Patzer bei der Bauplanung.

TIP
Das Hexenhaus hält sich gut bis zu 3-4 Wochen. Wenn der Lebkuchen nach dieser Zeit zu hart geworden ist, kann man ihn mit einem Stück Apfel für ein paar Tage in einer Dose lagern, dadurch wird er dann wieder weich (falls das Lebkuchenhaus überhaupt solange überlebt).

1 Kommentar

  1. Wie cool ist das denn?
    Sehr schöne Anleitung von Euch, vor allem die grafischen Elemente – da bekommt man glatt Lust noch ein Häuschen zu bauen. Von “Wibele” höre ich zum ersten Mal -> gibt es schon Fotos vom Haus? Gefällt mir richtig gut!

Was denkst Du? - Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.