Holunderbeerensirup – Holundergelee

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Zur Zeit findet man ihn an jeder Ecke, den Holunder oder wie er hier bei uns genannt wird, den Holler. Im Frühsommer ist es mein Lieblingsbusch wegen der aromatischen Blüten, jetzt im Spätsommer mag ich ihn wegen seiner schwarzen Beeren. Daraus lässt sich ein leckeres Gelee oder ein genau so guter Sirup kochen.

Die Vorarbeit ist immer die gleiche. Als erstes heißt es Sammeln gehen. Aus irgend einem Grund sind die guten schwarzen Beeren immer oben. Ich zieh mitlerweile mit einer kleinen Leiter los, bewaffnet mit einem Eimer und einer kleinen Gartenschere um die Dolden abzuschneiden. Das verschafft einem eine gewisse Aufmerksamkeit und man wird um das ein oder andere Gespräch nicht herum kommen.

Zuhause geht es ans pulen. Nur die schwarzen Beeren haben Geschmack. Die grünen und runzligen, sowie das ganze Getier und die Stengel bleiben außen vor.
Das pulen dauert eine weile und hat etwas meditatives. Es empfiehlt sich dabei Handschuhe anzuziehen. Die Beeren färben stark ab.
Wenn die Beeren von den Stängeln befreit sind geht’s ans waschen. Dazu Beeren in eine ausreichend große Schüssel geben und mit kaltem Wasser füllen. Die Natur hat es in diesem Fall mal echt gut mit uns gemeint.
Alle grünen bzw schlechten Beeren schwimmen oben auf und können mit einem Schaumlöffel abgeschöpft werden.
Das Wasser abgießen und die Beeren in einen großen Topf geben.

Nächster Schritt: Entsaften
Die Holerbeeren in einen Topf mit geschlossenem Deckel langsam erhitzen bis alle Beeren schön matschig sind.
Dann das Mus durch ein feines Siebstreichen und den Saft auffangen.
Noch besser geht es wenn man eine Flotte-Lotte hat (die heißt wirklich so!). Damit lässt sich das Mus super einfach passieren. Danach den Saft noch mal durch ein feines Sieb gießen um alle Kerne zu entfernen.

Jetzt haben wir einen wunderbaren aromatischen Saft, der aber noch etwas bitter schmeckt.

Richtig lecker wird es erst jetzt wenn der Zucker dazu kommt.

Holunder Gelee

  • Holundersaft
  • Gelierzucker

Für das Gelee empfehle ich einen Gelierzucker 2:1 – wer es nicht ganz so süß mag nimmt 3:1 und bereitet das Gelee nach Packungsanleitung zu.
Hier kann man nicht viel falsch machen. Wichtig ist allerdings und das kann ich aus leidvoller Erfahrung sagen, dass der Topf groß genug ist! Der Topf darf max zur Hälfte gefüllt sein. Glaubt es mir und eure Küche wird es euch danken!

Holunder Sirup

  • Holundersaft
  • Zucker
  • Zitronensäure (gibt’s in der Apotheke)

Den Sirup bereite ich ganz ähnlich zu wie auch den Holunderblütensirup. Auf 100ml Holundersaft kommen 100g Zucker. Auf 1Liter Saft 1TL Zitronensäure.
Auch hier gilt: Der Topf darf max zur Hälfte gefüllt sein!
Der Sirup sollte solange kochen bis der gesamte Zucker aufgelöst ist. Mindestens aber 4 Minuten.
Danach heiß in Flaschen abfüllen und kühl und dunkel lagern.

In diesem Artikel geht es um:

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Fotograf, Foodblogger, Hundebesitzer, Online Marketing Experte

Seit mehr als 10 Jahren begeistert Thomas seine Leser mit Rezepten und Geschichten rund ums Kochen. In den letzten Monaten tauscht er aber immer mal wieder den Kochlöffel mit der Kamera und und berichtet über Menschen und Ereignisse, die oft – aber nicht immer mit Essen zu tun haben.

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