Knuspriges Ballonbrot

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Das Brot heißt so, weil es sich beim Backen mächtig aufplustert. Heraus kommt ein luftiges, knuspriges Brot, was perfekt als Beilage zum Grillen oder Salate passt. Außerdem geht es schnell – nach 30 Minuten seit Ihr fertig.

Es ist schon eine ganze weile her, dass ich auf dem Foodblogger Camp in Reutlingen war. Die Firma RIEPER aus Südtirol (einer der zahlreichen Sponsoren des Events) hat uns gezeigt, worauf es bei Mehl so ankommt.

Bleiben wir mal beim Weizenmehl. Es gibt hier schon eine unüberschaubare Auswahl. In Deutschland unterscheidet man die Weizenmehle anhand von Nummern z.B. das 405 Mehl oder 550 Mehl oder auch das 1050 Mehl. Die Nummern geben an wie viel Mineral und Balaststoffe es enthält, also wieviel Randschichten vom Korn verarbeitet wird. Je höher die Nummer um so mehr Randschichten sind drin. Ein 1050er Mehl ist also schon ein Vollkornmehl.

Allerdings sagt die Zahl nichts darüber aus wie gut ein Mehl sich z.B. für Hefeteig eignet. Hierzu sollte man darauf achten wie hoch der Proteingehalt also der Eiweißgehalt des Mehls ist.

Damit Hefeteig richtig gut aufgeht benötigt er einen hohen Anteil an Klebereiweiß den sogenannten Gluten. Im Schnitt hat trockenes Mehl ca. 12 – 13% – es gibt aber auch Mehlsorten wie das Manitoba Mehl oder Kamut Mehl die da noch kräftig einen draufsetzen können.

Manitoba Mehl oder auch das Kamut Mehl  haben beide einen höheren Gehalt an Klebereiweiß was dem Teig eine elastische und geschmeidige Konsistenz verleiht. Für Hefeteige ist das genau das was man sich wünscht.

Wenn du diese beiden speziellen Mehlsorten hier nicht bekommst kann man das Rezept aber auch mit gängigen Mehl machen. Ich hatte das Glück, dass ich von der Firma Rieper zwei Proben bekommen habe und daher konnte ich das Ausprobieren.

Ballonbrot aus Hefeteig

Vorbereitungszeit 10 Minuten
Kochzeit 3 Minuten
Zeit gesamt 43 Minuten

Zutaten

  • 150 g Manitoba Mehl Alternativ 550 Mehl
  • 100 g Kamut® Mehl Alternativ 405 Mehl
  • 2 g Trockenhefe
  • 5 g Salz
  • 170 ml Wasser

Zubereitung

  1. Alle trockenen Zutaten vermischen. Das Wasser dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Wenn man den Hefeteig in einer Küchenmaschine macht, ist das erreicht sobald sich der Teig vom Schüsselwand löst.
  2. Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt mit einem Tuch für ca. 15 - 20 Minuten gehen lassen.
  3. Als nächstes wird der Teig in 3 Portionen geteilt und jeweils 2–3 mm dünn ausgerollt. Achtet darauf, dass die Arbeitsfläche gut bemehlt ist, damit der Teig nicht festklebt. Jetzt noch mal den Teig für ein paar Minuten gehen lassen und dann je nach Lust und Laune kleinere oder größere Rauten ausschneiden.
  4. Den Ofen auf 250 °C vorheizen. Wichtig ist in diesem Fall, dass das Backblech schon im Ofen ist. Es muss heiß sein, wenn die Teigstücke in den Ofen kommen. Wer einen Pizzastein sein Eigen nennt kann auch diesen verwenden.
  5. Die Teigplatten auf das heiße Blech legen und ca. 3–4 Minuten backen. Ihr könnt dabei zusehen wie sich die Ballonbrötchen nach kurzer Zeit aufblasen und appetitlich goldbraun werden.

Am besten schmecken die Ballonbrote solange sie noch warm sind. Aber natürlich kann man sie auch ein paar Stunden im Voraus backen. Es ist dann nur wichtig, dass sie keine Feuchtigkeit ziehe, sonst werden sie zäh und lappig.

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Fotograf, Foodblogger, Hundebesitzer, Online Marketing Experte

Seit mehr als 10 Jahren begeistert Thomas seine Leser mit Rezepten und Geschichten rund ums Kochen. In den letzten Monaten tauscht er aber immer mal wieder den Kochlöffel mit der Kamera und und berichtet über Menschen und Ereignisse, die oft – aber nicht immer mit Essen zu tun haben.

2 Kommentare

  1. In der Hofbräuhhaus Kunstmühle in der Neuturmstraße gibt es viele verschiedene tolle Mehle. Auch Manitobamehl. Echt empfehlenswert der kleine Laden. Ist die einzige noch in München produzierende Mühle soviel ich weiß. Daneben ist dann noch die Bäckerei dazu.

  2. Hallo Sigrid, danke für den Tipp, da werde ich auf jeden Fall vorbeischaun.
    Schöne Grüße
    Thomas

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