Krautkrapfen Rezept

Krautkrapfen

Krautkrapfen sind sind bei uns das beliebteste Familienrezept. Wie man schwäbische Krautkrapfen herstellt hat mir vor vielen Jahren meine Großmutter gezeigt, und seither halte ich mich an ihr überliefertes Originalrezept.

Das Rezpet besteht aus zwei einfachen Zutaten, Nudelteig und Sauerkraut. Das Kraut wird in den Nudelteig eingeschlagen und darin gegart und kurz vor dem Servieren noch mal angebraten.

Schwäbische Krautkrapfen

Ursprünglich sind die Schwäbischen Krautkrapfen ein Essen was sich auch die ‚Armen Leute‘ leisten konnten. Mehl ist nicht teuer, und Sauerkraut wurde in der Regel selber eingelagert. Ein paar Eier dazu für den Nudelteig, das war’s. In diesem Rezept kommt zum Sauerkraut noch etwas Speck. Das ist aber kein ‚muss‘, sondern nur ein kann. Ich mag Speck, wer aber eine vegetarische Variante möchte der lässt ihn einfach weg.

Original Krautkrapfen Rezept

Die Krautkrapfen sind ein sehr gutes Beispiel, wie man mit ganz wenig Zutaten etwas unglaublich Leckeres zubereiten kann. Nudelteig und Sauerkraut, das sind die beiden Zutaten die benötigt werden, das wahre Geheimnis dieser Spezialität aus dem Algäu liegt in der Zubereitung und wie ich schon sagte im letzen Arbeitsschritt. Beim Nudelteig sollte man sich bei ausrollen auch noch mal besondere Mühe geben. Der Teig soll so dünn wie rigend möglich sein, meine Oma hat immer gesagt, man muss eine Zeitung lesen können wenn sie darunter liegt. Damit das gelingt ist es wichtig, dass der Teig vor der Verarbeitung genug Zeit hat sich zu entspannen, sonst klappt das nicht.

 

Krautkrapfen Zubereitung - Schritt für Schritt Anleitung
So werden schwäbische Krautkrapfen gemacht. Das Geheimnis liegt im letzten Arbeitsschritt – sie werden noch mal angebraten!

 

Krautkrapfen - schwäbische Art

Portionen: 6 Portionen
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Zutaten

Nudelteig

  • 5 Eier
  • 500 g Mehl

Sauerkraut

  • 800 g Sauerkraut
  • 200 g Speck
  • 8 Wacholderbeeren
  • 2 Lorbeerblatt
  • 1 TL Kümmel
  • 1 EL Butterschmalz
  • 300 ml Gemüsebrühe oder Fond

Zubereitung

Nudelteig

  1. Eier und Mehl verkneten. Das kann man von Hand machen, geht aber um einiges leichter mit einer kräftigen Küchenmaschine. Da Eier immer etwas unterscheidlich groß sind ist die Mehlmenge hier ein Richtwert.

  2. Mehl in die Rührschüssel geben und die Eier dazu geben. Alles mit einem Knethaken zuerst auf langsamster Stufe vermengen, dann auf mittlerer Stufe mindestens 5 Minuten zu einem sehr feinen und geschmeidigen Nudelteig kneten. Der Teig beim antippen nicht mehr kleben.
  3. In Folie verpackt für mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen

Sauerkraut

  1. Den Speck fein würfeln und in einem Topf mit etwas Butterschmalz auslassen.

  2. Das Sauerkraut dazugeben und mit Brühe oder Fond aufgießen. Die Gewürze dazu geben und für ca. 1 Std unter gelegentlichen Umrühren sanft köcheln lassen. Je länger das Kraut kocht um so milder und intensiver wird es. Wie so oft gilt hier - am besten immer wieder probieren. Wenn es Dir schmeckt ist es fertig.

  3. Das Kraut etwas abkühlen lassen - das erspart Brandblasen beim nächsten Arbeitsschritt.


Krautkrapfen

  1. Den Nudelteig aus dem Kühlschrank nehmen und in 5 Teile teilen und so dünn wie möglich ausrollen. Es sollte idealerweise eine Teigplatte von ca. 40 x 30 cm entstehen

  2. Auf den ausgerollten Nudelteig etwas von dem Kraut geben. Damit das Kraut nicht zu feucht ist gebe ich es immer noch in ein Sieb und drück es darin aus. Den Sauerkrautsaft aber nicht weg schütten, der wird noch benötigt.

  3. Die Nudelteig mit dem Kraut zu einer langen Rolle aufrollen und in 6 cm breite Stücke schneiden

  4. Die Stücke mit der Schnittseite nach unten in eine Pfanne in der zuvor etwas Butter geschmolzen wurde setzen. Die Pfanne sollte dabei nur lauwarm sein.

  5. Mit dem restlichen Nudelteig und dem Kraut entsprechend verfahren bis die Pfanne restlos gefüllt ist. Die Krautkrapfen dürfen dabei dicht an dicht stehen.

  6. Die Pfanne mit dem übrig gebliebenen Krautsaft und evtl. etwas Wasser aufgießen, so dass die Krautkrapfen zu 2/3 in der Flüssigkeit stehen. Deckel aufsetzen und die Krautkrapfen so lange leise kochen bis die Flüssigkeit aufgesogen, bzw. verdampft ist. Das dauert ca 15 – 20 Minuten.

So werden es echte schwäbische Krautkrapfen

  1. Jetzt kommt der alles entscheidende Arbeitsschritt. Viele Rezepte vergessen den, dabei ist das hier das absolut entscheidende!

  2. Die Krautkrapfen aus der Pfanne nehmen und bei mittlerer Hitze von allen Seiten, mit etwas Butterschmalz, goldgelb anbraten. Erst durch das Anbraten erhalten die Krautkrapfen ihren unverwechselbaren Geschmack.

Wenn die Krautkrapfen aus der Pfanne kommen kleben sie leicht zusammen, weil der Nudelteig etwas aufgegangen ist. Das ist aber kein Problem. Mit etwas Geduld kann man sie ohne Probleme von einander lösen.

Beim Anbraten fange ich immer mit den Schnittseiten an, wenn diese angebraten ist werden die Krautkrapfen gleich viel stabiler, dann kommen die Seiten dran, bis die Krautkrapfen rundherum schön knusprig angebraten sind.

Die Krautkrapfen lassen sich auch schon einen Tag zuvor vorbereiten. Ich wärme sie dann kurz in der Mikrowelle auf und brate sie anschließen in der Pfanne knusprig an. Beilagen braucht es dazu für mich nicht. Das Kraut sorgt dafür, dass das Essen nicht zu trocken wird.

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