Strudelteig (Grundrezept)

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Strudel, vor allem Apfelstrudel ist bei mir zu Hause ein sehr beliebtes Essen. Meine Mutter ist beim Strudelteig unangefochtene Meisterin und konnte sogar meinen Großvater – der Konditor war – damit begeistern wie sie den Strudelteig extrem dünn ausziehen konnte ohne dass er reißt.

Ich hab mich jetzt auch endlich an Strudel herangewagt und kann mir vorstellen mit etwas Übung den Teig ähnlich dünn und gleichmäßig hinzubekomme wie meiner Mutter. Übung ist hier tatsächlich wichtig – schmecken tut es davor schon.

  • Zutaten für 2-3 Strudel:
  • 250g Weizenmehl (Typ 405)
  • 1-2 EL Öl
  • 1 Ei
  • 1/8 l lauwarmes Wasser

Das A und O bei der Herstellung von Strudelteig sind gute Zutaten (kleberreiches Weizenmehl Typ 405) und eine kräftige Küchenmaschine – alternativ gute Armmuskeln um den Teig kräftig und intensiv bearbeiten zu können.
Das Mehl in eine Schüssel sieben und die restlichen Zutaten dazugeben und rasch und kräftig zu einem weichen und geschmeidigen Teig verarbeiten.
Wasser und Fett dabei niemals heiß dazu geben, sondern immer lauwarm.
Solange kneten, bis der Teig sehr fein und elastisch ist und nicht mehr an der Schüssel klebt, sondern „Zungen wirft“.
Was mit dem Zungen werfen gemeint ist versteht man recht schnell wenn man den Teig eine Zeitlang bearbeitet hat.

Den fertigen Teig in 2-3 Portionen teilen und dünn mit Öl bepinseln. Damit verhindert man, dass er beim Ruhen an der Oberfläche antrocknet und sich eine Kruste bildet.
Der Strudelteig sollte jetzt ca. 1-2 Stunden an einem warmen Ort ruhen.

Für das Ausziehen den Teig zuerst dünn ausrollen und dann langsam über die Handrücken gelegt abwechselnd ausziehen. Danach legt man den Teig auf ein sauberes Küchentuch und zieht die Ränder dünn aus. Das Ausziehen braucht tatsächlich etwas Übung, aber mit Geduld bekommt das jeder hin. Sollte der Teig an einer Stelle reißen (was so nicht vorgesehen ist) sollte man versuchen die Stelle einfach wieder zusammen zu ziehen. Wenn der Riss zu groß ist flickt man ihn einfach mit einem Stück Teig das man vom Rand weg nimmt – nach dem backen sieht das kein Mensch mehr.
Ein Strudelteig sollte so dünn sein, dass man das Muster des Küchentuchs ohne Probleme erkennen kann.

Das wichtigste beim Umgang mit dem Strudelteig ist, dass man den Teig nach dem Ruhen auf gar keinen Fall mehr knetet darf! Er würde sofort wieder zäh werden und lässt sich dann nicht mehr ausziehen.

Den Strudelteig mit der Füllung rollt man mit Hilfe des Küchentuches auf, dabei die Ränder etwas einschlagen, so dass die Füllung drinnen bleibt.

Vor dem Backen werden die Strudel noch mit zerlassener Butter bepinselt.
Je nach Füllung bäckt man einen Strudel bei 200 – 230°C für 30-45 Minuten.

Vor dem Anrichten den Strudel noch ein paar Minuten ruhen lassen, um ein Auslaufen der Füllung zu verhindern.

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