Waldmeistersirup

Echter Waldmeistersirup kann man schnell und unkompliziert selber machen und hat mit dem Fertigprodukt aus dem Supermarkt wenig gemeinsam noch nicht einmal die Farbe. Der selbstgemachte Waldmeister Sirup ist fast farblos, hat aber einen unglaublich intensiven Geschmack.

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Was den selbstgemachten Waldmeistersirup von den gekauften Sirups unterscheidet ist die Farbe. So grün wie er im Regal steht wird er nicht wenn man ihn selber macht. Wer den Sirup zum Cocktailmixen verwenden will und deshalb eine kräftigere Farbe braucht muss mit ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe nachhelfen (oder Photoshop verwenden ;))

Der Geschmack von Waldmeister

Der Geschmack des Waldmeisters kommt vom  Cumarin, was auch in der Tonkabohne vorkommt. Da Cumarin in hohen Dosen leicht giftig ist, sollte man bei Einsatz sparsam sein – andererseits ist auch Muskat in hohen Dosen giftig – solange man sich das Kraut also nicht Löffelweise reinschaufelt sollte es kein Problem geben.

Damit der typische Waldmeistergeschmack entsteht gibt es übrigens einen sehr einfachen Trick. Ganz frisch ist das Aroma noch sehr mild. Es wird erst kräftiger, wenn man die Blätter etwas anwelken lässt. Während die Blätter Welken wird das besagte Cumarin freigesetzt.

Waldmeistersirup

Waldmeistersirup

Gericht: Getränk
Portionen: 1 Liter
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Zutaten

  • 30-50 g frisches Waldmeistergrün ca. 2 Handvoll
  • 750 g Zucker
  • 750 ml weiches Wasser
  • 1 Bio Zitrone optional

Zubereitung

  1. Das Waldmeistergrün (möglichst ohne Blüten) waschen, vorsichtig trocken schütteln und auf Küchentüchern ausbreiten und ca. 24 Stunden antrocknen lassen. Nur ein „angewelkter“ bzw. leicht getrockneter Waldmeister entfaltet sein volles Aroma, das durch das Freisetzen von Cumarin entsteht.
  2. Den Zucker zusammen mit dem Wasser unter Rühren langsam zum Kochen bringen und solange erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.
  3. Den Zuckersirup auf eine Temperatur von ca. 40 Grad Celsius abkühlen lassen.
  4. Die Bio-Zitrone waschen und die Endstücke entfernen. Danach die Schale dünn abschälen und die verblieben Zitrone in ca. 0,5cm dicke Scheiben schneiden.
  5. Den Waldmeister, die Zitronenscheiben und die Zitronenschale zusammen mit dem Zuckersirup in eine ausreichend große Schale oder Glas geben, umrühren und abgedeckt an einem kühlen Ort etwa 3 Tage lagern. Ihr könnt die Zitronen natürlich auch weg lassen, um das Waldmeisteraroma noch stärker zur Geltung zu bringen. Ich persönlich finde allerdings, dass die Zitronen dem Waldmeistersirup einen leicht frischen Geschmack geben, außerdem sorgt die Zitronensäure dafür, dass der Sirup etwas länger haltbar ist.
  6. Einmal am Tag umrühren, um so sicherzustellen, dass das Waldmeisterkraut nicht oben schwimmt. Wer gerne ein etwas intensiveres Aroma mag, kann das Ganze auch noch ein bis zwei Tage länger ziehen lassen. Am besten probiert ihr zwischendurch, welche Aromaintensität euch zusagt.
  7. Nach der Einwirkzeit alles durch ein feines Haarsieb oder Kaffeefilter in einen Topf gießen und langsam für max. 2 Minuten aufkochen lassen.
  8. Da der echte Waldmeistersirup jedoch optisch nicht die „klassische“ knallgrüne Farbe des gekauften aufweist, könnt ihr entscheiden, ob ihr noch zwei (oder mehr) Tropfen Lebensmittelfarbe hinzufügt.
  9. Die Flüssigkeit dann heiß in sterilisierte (!) Flaschen oder Gläser abfüllen.

Tipp

Der fertige Waldmeistersirup hält sich im Kühlschrank bis zu sechs Monaten.

Achtung: echter Waldmeistersirup sollte aufgrund seines Cumaringehalts (welcher leicht toxisch ist) nicht in hohen Mengen genossen werden. Dies gilt vor allem auch für Kinder.

[Gesamt:12    Durchschnitt: 4.8/5]
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