Roastbeef mit Honig Pfefferkruste

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„Macht nicht wieder so einen Aufwand“,  lautete der Auftrag, als ich mich mit meinem Nachbarn zusammen setzte und wir überlegten, was es am nächsten Tag zum Essen geben sollte. Roastbeef mit Bratkartoffeln und einer selbstgemachten Remoulade war unser Vorschlag – und wir durften loslegen.

So ein Roastbeef ist ja wirklich keine große Sache. Das Fleisch, vorausgesetzt es ist eine wirklich gute Qualität, braucht außer ein wenig Wärme und viel Zuneigung nicht viel. Roastbeef macht sich fast von alleine. Die Idee mit der Honig Pfefferkruste ist uns erst bei den Vorbereitungen gekommen. Wenn man das Roastbeef nach dem Anbraten damit einstreicht, würde es noch genug Zeit haben, das Rindfleisch zu aromatisiern, während es bei ganz kleiner Temperatur, quasi bei Niedertemperatur fertig gart.

Roastbeef – first things first!

Ansonsten ist die Zubereitung von Roastbeef sehr einfach, solange ein paar wenige Punkte beachtet werden:

Bevor das Fleisch zubereitet wird, muss es unbedingt (!) – auf alle Fälle (!) – das ist mein voller Ernst (!) Zimmertemperatur haben. Das bedeutet dass das Fleisch mindestens 2 Stunden bevor es los geht aus dem Kühlschrank muss. Das Fleisch wird später kurz und kräftig angebraten und dann bei kleiner Temperatur (< 80°C) auf die gewünschte Kerntemperatur gebracht. Wenn das Roastbeef da noch zu kalt ist funktioniert die beschriebene Prozedur nicht.

Roastbeef

Roastbeef in Honig Senf Kruste

Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Kochzeit: 10 Minuten
Zeit gesamt: 2 Stunden
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Zutaten

  • 2 kg Roastbeef
  • 1 EL Pfeffer schwarz
  • 1 EL Langpfeffer
  • 1 EL rosa Pfeffer
  • 1 EL Szechuanpfeffer
  • 1 EL Senfpulver
  • 3 EL Honig
  • 2 EL Olivenöl
  • grobes Meersalz

Zubereitung

  1. Die Pfefferkörner in einem Mörser grob zerstoßen. Das Senfpulver dazugeben und zusammen mit Olivenöl und Honig zu einer nicht zu dünnen Paste verrühren.
  2. Das Fleisch eine halbe Stunde bevor es gebraten wird mit groben Meersalz kräftig einreiben.
  3. Wir haben das Fleisch auf einem Gasgrill gegrillt, das hatte den Vorteil, dass wir am Anfang Vollgas geben konnten (250°C) und danach die Temperatur sehr schnell wieder auf max 80°senken konnten. Alternativ kann man das Fleisch auch in einer Pfanne von allen Seiten sehr kräftig anbraten. Pro Seite ca. 1 Minute
  4. Nach dem scharfen anbraten wird das Fleisch mit der Pfeffer-Honig Paste eingerieben. Es ist wichtig dies erst nach dem kräftigen anbraten zu machen, weil sonst der Pfeffer und der Honig verbrennen würde. Eigentlich ist das schon das ganze Geheimnis.
  5. Das gewürzte Fleisch wieder auf den Grill bei indirekter Hitze oder in den Backofen geben und bei 80°C langsam auf eine Kerntemperatur von ca 52°C bringen. Bei 52°C ist das Fleisch noch sehr medium, aber das Blut spritzt nicht mehr beim Anschneiden. Bei uns hat das knapp 2,5 Stunden gedauert.
  6. Sollte das Fleisch überraschend schneller fertig werden einfach die Temperatur auf 60° senken, dann kann das Roastbeef auch gut und gerne 2 weitere Stunden im Ofen auf die Gäste warten.

Wenn Ihr ganz viel Glück habt bleibt etwas vom Roastbeef übrig. Das schmeckt am nächsten Tag, dünn aufgeschnitten mindestens genau so gut!

 

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In diesem Artikel geht es um:

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Showkoch, Foodblogger, Hundebesitzer, Online Marketing Experte

Kochen ist einfach, wenn man weiß wie es geht. Daher versucht Thomas möglichst viele Grundlagen zu erklären und hofft damit viele seiner Leser zum Kochen zu motivieren.

6 Kommentare

  1. Servus erstmal,

    Ich will dieses Rezept am Mittwoch mal probieren, aber mir fehlt noch eine Info.
    Muss das Fett vom Roastbeef entfernt werden vor dem Zubereiten?

    Schöne Grüße

    Christoph

  2. Hallo Chrstoph,
    Beim Roastbeef darf die Fettschicht drauf bleiben, da sonst der Eigengeschmack des Fetts verloren gehen würde.
    Ich mach es immer so, dass ich die Fettschicht vorsichtig einschneide und beim Anbraten auf dieser Seite beginne, je nach Fleisch kann man sich dann sogar das Öl sparen zum braten, weil genug Fett austritt.
    Gutes Gelingen!
    Thomas

  3. Hallo Thomas,

    jetzt hab ich es doch in diesem Jahr noch auf deine Seite geschafft! ????

    Ich bereite gerade Steak für Wanzke’s und uns vor und dachte da schau
    ich mal bei Thomas vorbei!

    Dir und deiner Familie einen guten Rutsch in ein gesundes, glückliches
    und erfolgreiches 2015!

    Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit … Wir haben noch viel vor!

    Gruß von den Heißen’s aus LA

  4. :)

  5. Hallo Thomas,
    ich bin auf deinen food blog gestoßen und find ihn klasse. Das Rezept gefällt mir, da es oftmals die einfachen Zubereitungen sind, di am besten schmecken. Ich werde es auf jedenfall ausprobieren. Vielleicht kann ich dann auch auf meinem blog etwas dazu schreiben.
    Ich könnte mir gut vorstellen, dass man mit Räucherspänen hier noch ein besonderes Aroma erzielen kann – ist aber nicht jedermanns Sache-.
    Jedenfalls: Weiter so!

    Viele Grüße
    Philipp

  6. Hi Philipp, danke für deinen Kommentar. Räucherspäne gehen immer, man darf es halt nicht überteiben – zusammen mit der Honignote kann ich mir das sehr lecker vorstellen… – ich geh mal den Grill anwerfen ;)

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