Campingurlaub mit Grill

Go Anywhere – Picknickgrill von Weber

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Ich habe mir angewöhnt, wenn ich auf Reisen gehe, immer etwas Küchenequipment einzupacken. Minimum nehme ich mein Kochmesser und den Sparschäler mit. Am Anfang wurde ich von meiner Familie und Freunden darum belächelt – mittlerweile finden sie es ganz gut, dass ordentliches Werkzeug verfügbar ist. Dieses Jahr hab ich noch ein weiteres Gerät eingepackt, einen kleinen Reise-Grill. Um genau zu sein den Go-Anywhere von Weber. Durch sein kompaktes Maß konnte ich ihn noch in den Kofferraum schmuggeln.

Unseren Sommerurlaub verbringen wir in einem kleinen Bungalow auf einem Campingplatz in der Toskana. Seit das Reiseziel fest stand, freu ich mich auf ein Fiorentina Steak oder Bistecca alla fiorentina wie es auch genannt wird. Es ist an sich nichts anderes als ein T-Bone-Steak, aber hier  kann man es in jeder Metzgerei und in jedem Supermarkt kaufen. Die Qualität reicht von Gut bis Genial, mit weniger geben sich die Menschen hier nicht zufrieden.

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Bevor ich mich an das Bistecca herantraue wird der Grill mit einfacheren Aufgaben getestet. Die italienische Art zu kochen kommt mir da sehr gelegen. Hier in der Gegend wird sehr Schnörkellos gekocht. Das trifft sich gut, weil ich zwar meine Messer dabei habe, aber nicht das gesamte Gewürzregal. Ich habe zwei Pfeffer von zu Hause mitgebracht und mir vor Ort mir ein wunderbares Olivenöl besorgt. Das muss reichen. Der Geschmack kommt von den Zutaten und damit ging es los.

Salsiccia

Es gibt Salsiccia, die grobe italienische Bratwurst die in jeder Gegend etwas anders schmeckt aber immer gut.
Dazu gebratene Zucchhinistreifen die ich auf dem Grill anröste und danach mit etwas Knoblauch, Salz und viel Olivenöl mariniere.
Die Tomaten hab ich ausgehöhlt, das Fruchtfleisch gehackt und zusammen mit fein geschnittenem alten Brot (Semmelbrösel sucht man hier vergeblich), Knoblauch, Parmesan und Olivenöl, wieder eingefüllt.

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Das Praktische an einem Gasgrill ist, dass die Hitze schon kurz nach dem Anzünden zur Verfügung steht. Ich heize den Grill max. 3 – 4 Minuten vor. Bei meinem Testlauf hat er nach 5 Minuten bereits 280° C erreicht. Diese Temperatur reicht für die meisten Anwendungen völlig aus. Hervorzuheben ist, dass beim Go-Anywhere die Hitzeverteilung annähernd gleichmäßig über die komplette Fläche verteilt ist. Es gibt bei meinem Grill nur geringe Schwankungen, was ich daran erkennen kann, dass das Brot, welches ich für die Bruscetta darauf röste, an der einen Stelle ein klein wenig schneller Farbe bekommt als auf der anderen.

Dorade

Der Zweite Test ist Fisch. Ich habe mir zwei wunderschöne Doraden besorgt. Die Fischverkäuferin im Ort hat sie mir zum Glück noch ausgenommen und geschuppt. Das hab ich selber noch nie gemacht – keine Ahnung, ob ich das hinbekommen würde.
Gefüllt mit Zitronenscheiben, Petersilie, Knoblauch und etwas Zitronenpfeffer (sollte man immer dabei haben) geht es ab auf den Grill.

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Die Fische waren super – vielleicht ein ganz klein wenig zu durch gegart. Seit diesem Abend schenke ich dem Temperaturregler an der Seite deutlich mehr Aufmerksamkeit. Der Grill kann nämlich nicht nur Vollgas – er kann auch moderat. Das ist dann zwar immer noch kein Indirektes-Grillen wie ich es zu Hause so gerne praktiziere, aber kommt dem ganzen schon recht nahe.

Natürlich ist der Go-Anywhere kein vollwertiger Ersatz für einen großen Kugelgrill bei dem man verschiedene Temperaturbereiche schaffen kann, dafür ist er auch nicht konzipiert. Der Go-Anywhere ist ein Picknick- oder Reisegrilll, der auch mal auf den Gepäckträger vom Rad geschnallt werden kann. 4 Personen kann man mit dem Grill leicht begrillen – 6 Personen, wenn man es strategisch geschickt anstellt. Der Grill hat seine Stärke wenn es schnell gehen soll. Steak, Burger, Wurst und natürlich Gemüse lassen sich darauf ganz wunderbar zubereiten. Pulled Pork, was über Stunden bei gleichmäßiger Hitze vor sich hingart, würde ich darauf eher nicht machen wollen.

Bistecca

Das Bistecca besorge ich mir schon zwei Tage vorab. Nicht in einem Feinkostladen, sondern in der Fleischabteilung vom Coop. Ich war erst skeptisch, ob ich der Qualität dort trauen kann. Ein Koch, der am Campingplatz arbeitet zerstreute meine Zweifel. Dort wo auch die Einheimischen einkaufen, meinte er, passt die Qualität. Hier lässt sich niemand mit schlechter Qualität abspeisen. Ich greife also beherzt zu und lasse mir ein schönes dickes Stück herunter schneiden. Das Fleisch salze ich kräftig von beiden Seiten und lege es für die nächsten zwei Tage in den Kühlschrank.

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Das Grillen ist dann nicht mehr sehr spektakulär. Ich heize den Grill an und gebe Vollgas, bis der Rost richtig heiß ist. Dann gebe ich das Steak darauf und schließe erst mal den Deckel. Von jeder Seite brate ich das Fleisch für ca. 5 Minuten, dann drehe ich die Temperatur runter und lass das Fleisch noch mal 5 Minuten ziehen.

Vor dem Aufschneiden darf das Fleisch dann noch mal für 5 Minuten ruhen. Das Grill-Ergebnis ist auf jeden Fall in Ordnung. Beim ersten Anbraten hätte ich mir tatsächlich noch etwas mehr ‚Rums’ gewünscht, aber insgesamt bin ich mit meinem ersten Bistecca sehr zufrieden. Das Fleisch wird noch mit Pfeffer gewürzt, dann kommt Olivenöl darüber und ein Salat dazu – fertig so einfach ist das gute Leben :)

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Standardmäßig wird der Grill mit kleinen Gaskartuschen betrieben, die man an der Seite eindreht. Dadurch bleibt der Go-Anywhere mobil und kann überall mitgenommen werden. Auch wenn mir eine Kartusche über den gesamten Urlaub gereicht hat (Ich hab 4x gegrillt und mehrmals Brot damit getoastet), langfristig ist das ein teures Vergnügen.
Wer den Grill zu Hause einsetzen will, sollte sich ein Umrüst-Set besorgen und den Grill an eine große 5kg Gasflasche anzuschließen. Damit kann man viel Geld sparen.

Mein Fazit: Ich bin sehr begeistert von dem kleinen Grill. Zu Hause wird er bei mir zwar eher ein Schattendasein fristen, aber beim nächsten Ausflug kommt er definitiv wieder mit. Ich denke gerade über Burger nach – wenn ich die Burger Patties einfriere, dann halten die sich einen halben Tag im Auto – dann brauch ich nur noch Käse….. – 6 Patties bekomme ich gleichzeitig auf den Grill…. – (will be continued)

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Hinweis: Dieser Artikel ist als Werbung gekennzeichnet, weil Weber mir den Grill kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank, dass das noch so kurzfristig vor dem Urlaub geklappt hat. Auf den Inhalt hat Weber keinen Einfluss genommen. Hätte ich den Grill nicht dabei gehabt hätte ich über verbeulte Pfannen schreiben müssen (was anderes gab es in der Küche nicht).

(Fotos: Fiona & Mira Vonier)

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