Don't call it Ketchup

Tomatenketchup selber machen

von

Es soll ja Menschen geben, die kein Gericht ohne Ketchup genießen können, andere verteufeln diese Sauce und halten sie für den kulinarischen Untergang. Ich kann beide Einstellungen nicht teilen. Manchmal braucht es einfach diese würzige Sauce, die wenn man sie selber macht, so viel mehr zu bieten hat als die rote Pampe aus der Tube.

Dieses Rezept wurde inspiriert aus dem fantastischen Buch „Burger Unser“, welches ich schon mal in diesem Artikel (Burger Burger Burger) vorgestellt habe. Ich habe mir die Freiheit genommen ein paar Schritte zu vereinfachen, was aber das Ergebnis nicht mindert.

Vollreife Tomaten schmecken besonders aromatisch und fruchtig

Vollreife Tomaten schmecken besonders aromatisch und fruchtig

In dem Rezept werden vollreife Tomaten verwendet. Es ist nicht immer so einfach diese Früchte zu bekommen, weil vollreif eben auch bedeutet, dass die Tomaten schon etwas weicher sind und die ein oder andere Druckstelle haben können. Ich empfehle Dir, Abends kurz vor Ladenschluss, mal bei deinem Gemüsehändler vorbei zu schauen und zu fragen, ob Gemüse übrig ist, was am nächsten Tag nicht mehr in den Verkauf gehen kann. Samstag Mittag ist z.B. ein sehr guter Termin. Oft bekommt man dann eine ganze Steige Tomaten für kleines Geld. Das hat für beide Seiten Vorteile. Der Händler muss seine Ware nicht wegwerfen und Du bekommst genau die Zutaten, die für ein perfektes Ketchup nötig sind.

Anders als im original Rezept habe ich die Tomaten vorher nicht gehäutet, das ist mir einfach zu aufwendig. Statt dessen habe ich die Tomaten klein geschnitten und sie hinterher durch die Flotte-Lotte gedreht. Damit bekomme ich auch die Kerne und Schalen raus und spare mir einen Arbeitsschritt.

Tomatenketchup

Ketchup

Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Kochzeit: 2 Minuten
Zeit gesamt: 12 Minuten
Portionen: 4 Gläser
Drucken

Zutaten

  • 1 kg Tomaten vollreife
  • 1 TL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe fein gehackt
  • 1 Zwiebel gewürfelt
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1/2 TL Fenchelsaat
  • 1 Messerspitze Piment
  • 1 Messerspitze Kümmel
  • 4 EL Tomatenmark
  • 100 ml Passata passierte Tomaten
  • 1 EL Balsamico hell
  • 1 TL Honig
  • 1/2 TL Chilliflocken

Zubereitung

  1. In einem Topf das Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln zusammen mit dem Knoblauch und dem braunen Zucker leicht karamellisieren.
  2. Danach die Gewürze und das Tomatenmark dazu geben und alles zusammen anrösten.
  3. Jetzt kommen die restlichen Zutaten dazu.
  4. Um einen richtig intensiven Geschmack zu erhalten sollte das Ketchup jetzt idealerweise mehrere Stunden sirupartig einkochen. Wenn das Tomatenkompott zu dickflüssig wird einfach etwas Wasser dazugeben und immer wieder umrühren. Sollte sich die Masse am Topfboden ansetzen, vorsichtig mit dem Holzlöffel lösen und weiter kochen lassen, das verstärkt den Geschmack.

Tipp

Je länger das Ketchup kocht, um so aromatischer wird die Sauce.

Zum Schluss hab ich wie schon angekündigt das Ketchup durch die Flotte-Lotte gedreht um die Kerne und Schalen zu entfernen. Wer es noch feiner mag püriert das Ketchup und streicht es durch ein nicht zu feines Sieb.

Auf jeden Fall solltest du das Ketchup noch mal kräftig abschmecken, bevor es in heiß ausgespülte Twist-off-Gläser eingeweckt wird.

Im Kühlschrank hält sich das Tomatenketchup mehrere Wochen.

Gefällt Dir der Artikel?

[Gesamt:3    Durchschnitt: 4.7/5]

In diesem Artikel geht es um:

, ,
Showkoch, Foodblogger, Hundebesitzer, Online Marketing Experte

Kochen ist einfach, wenn man weiß wie es geht. Daher versucht Thomas möglichst viele Grundlagen zu erklären und hofft damit viele seiner Leser zum Kochen zu motivieren.

3 Kommentare

  1. Ketchup haben wir tatsächlich schon länger auf der To Do Liste. Danke für die Erinnerung! ?

  2. Also nach den teilweise schon recht abgehobenen „Ketchup-Trends“ die uns diverse Fernseh-Köche gern als solche präsentieren (ich erinnere nur an das Ketchup-Leder für Hamburger) ist der Artikel zum Thema Ketchup selber machen schon beinahe etwas klassisches :D

  3. Klassisches Rezept – aber erstklassiger Geschmack würd ich mal sagen ;)

Was denkst Du? - Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You have Successfully Subscribed!