Vegetarischer Nussbraten nach Jamie Oliver

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Sehr viel weihnachtlicher als bei diesem Braten kann es fast nicht werden. Hier treffen Nüsse auf Zimt und getrocknete Aprikosen auf Chili, dazu kommt noch leckeres Ofengemüse und das alles in einer scharfen Tomatensauce. Diesen Nussbraten müsst ihr unbedingt ausprobieren, er hat mich total begeistert!

jamie-oliver-weihnachts-kochbuchDas Rezept zu diesem wunderbaren vegetarischen Gericht stammt aus Jamie Oliver – Weihnachts Kochbuch. Die Zutatenliste ist zugegebener Maßen recht lang und es braucht ein wenig bis man den Braten auf dem Tisch hat, aber das Ergebnis ist sensationell und lässt einen vergessen, dass da überhaupt kein Fleisch dabei ist. Ich hab mich bei der Zubereitung ganz entgegen meiner sonstigen Gewohnheit fast genau ans Rezept gehalten und kann damit bestätigen, dass die Rezepte aus dem neuen Buch von Herrn Oliver tatsächlich prima funktionieren.

Die Geschiche wie ich mit Herrn Oliver ins Gespräch kam könnt Ihr hier nachlesen: Weihnachts Kochbuch von Herrn Oliver

Nussbraten

Vegetarischer Nussbaten

Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Kochzeit: 1 minute
Zeit gesamt: 31 Minuten
Portionen: 6 Portionen
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Zutaten

Nuss-Braten

  • 100 g Quinoa
  • 500 g Butternusskürbis mit Schale
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Sellerie-Stangen
  • 200 g Esskastanien gegart
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL Oregano
  • 2 große Champignons
  • 1 Zitrone (unbehandelt)
  • 60 g Semmelbrösel
  • 120 g getrocknete Aprikosen
  • 150 g gemischte Nusskerne
  • 4 Eier
  • 40 g Cheddar

Tomatensauce

  • 3 große Chilischoten
  • 1 Zimtstange
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund Thymian (viel Hilft viel!)
  • 2 geröstete rote Paprikaschoten aus dem Glas (ca. 250g)
  • 2 Dosen Tomaten
  • 1 EL Balsamico (weiss)

Zubereitung

  1. Quinoa heiß waschen und mit der doppelten Menge Wasser ohne Salz kochen bis das Wasser aufgesogen ist. Das Quinoa darf wie ein Reis noch etwas Biss haben. Das dauert ca. 20 - 25 Minuten. Überschüssiges Wasser abgießen und zum Abkühlen in eine große Schüssel geben.
  2. In der Zwischenzeit das Röstgemüse vorbereiten. Dazu den Kürbis, die Zwiebeln und die Selleriestangen in ca 2cm dicke Würfel schneiden und in eine große Bratenreine - oder auf ein Backblech geben. Die Esskastanien (Maronies) dazubröckeln und die grob gehackten Rosmarinnadeln dazu geben. Mit Paprika, Oregano, Pfeffer und Salz würzen. 2 EL Olivenöl dazu geben und alles kräftig durchmischen. Im Ofen bei 180°C für ca. 30 - 40 Minuten rösten. kurz vor Ende noch die geschnittenen Champignons dazu geben. Diese brauchen nicht solange, daher kommen sie erst ganz am Schluss dazu
  3. Wenn der Kürbis weich ist das Gemüse aus dem Ofen nehmen und zu dem Quinoa schütten. Etwas abkühlen lassen, sonst verbrennt man sich bei den weiteren Arbeitsschritten die Finger
  4. Die Hälfte der Zitronenschale reiben und dazugeben. Aprikosen und Nüsse grob hacken und ebenfalls zu den anderen Zutaten geben. Zum Schluss kommen noch die Semmelbrösel und die Eier dazu. Das alles wird einmal kräftig durchgemischt und kommt dann in eine Kastenform. Die Kastenform sollte zuvor mit Backpapier ausgelegt werden. Jamie Oliver macht das immer auf eine sehr rustikale Art und Weise, die aber gut funktioniert. Backpapier abmessen, zerknüllen und mit Wasser anfeuchten. Wenn man das Papier jetzt wieder auseinander faltet lässt sich damit ganz einfach die Form auskleiden.
  5. Die Bratenmasse in die Form geben und glatt streichen. Im Ofen bei 180°C für gut 45 Minuten backen.

Scharfe Tomatensauce

  1. Während der Braten im Ofen ist lässt sich sehr entspannt die Sauce zubereiten. Dazu auf dem Herd in einem flachen Bräter etwas Öl erhitzen und die Chilis und Zimtstangen für ca. 5 Minuten anrösten. Die Chilis davor eimal der länge nach Halbieren, so dass sie am Stilansatz aber noch zusammen hängen - das schaut später richtig cool aus. Wenn die Chilis Farbe bekommen haben diese und die Zimtstange erst mal aus dem Bräter nehmen.
  2. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden und zusammen mit dem Großteil der Thymianblätte im Öl anschwitzen. Die Paprika aus dem Glas nehmen und abtropfen lassen. Grob hacken und zum Knoblauch geben. Die Tomaten mit einer Dose Wasser einem kräftigen Schuss Balsamico-Essig dazu geben und mindestens 20 MInuten köcheln lassen. Mit Salz würzen. Ich gebe an dieser Stelle noch einen EL braunen Zucke dazu - ich finde das gehört in eine Tomatensauce - Herr Oliver ist da anderer Meinung (oder hat's vielleicht auch nur vergessen ;)

Fertig stellen

  1. Den Braten nach ablauf der Zeit aus der Form nehmen, vom Papier lösen und in die Sauce geben. Den Käse reiben und auf den Nussbraten verteilen. Eine Chilischote und die restlichen Thymianzweige darauflegen und mit etwas Öl beträufeln. Die anderen Chilischoten so wie die Zimtstange wieder in die Sauce geben und das ganze noch mal für 15 Minuten in den Ofen schieben bis der Käse schön geschmolzen ist.
  2. Vor dem Servieren den Braten noch mal ein paar Minuten ruhen lassen. Je nach dem wie scharf man es mag die Chilis fein hacken und unter die Sauce rühren - oder am Stück lassen und jeder darf sich nehmen soviel er verträgt.

Tipp

Dazu könnte ich mir übrigens sehr gut noch Rosenkohl vorstellen. Da der Braten durch die Aprikosen eine leichte Süße hat würde der etwas bittere Rosenkohl da perfekt harmonieren.

Ich hab Jamie übrigens einmal persönlich kennengelernt. Ein super Type und ich bin echt stolz auf das Foto was beim Frühstück mit Jamie Oliver entstanden ist.

Ich treffe Jamie Oliver in München

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In diesem Artikel geht es um:

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Showkoch, Foodblogger, Hundebesitzer, Online Marketing Experte

Kochen ist einfach, wenn man weiß wie es geht. Daher versucht Thomas möglichst viele Grundlagen zu erklären und hofft damit viele seiner Leser zum Kochen zu motivieren.

3 Kommentare

  1. Klingt super! Was hast du als Beilage serviert? Und: Meinst du, man kann die Masse schon am Abend vorher zubereiten, und erst am nächsten Tag backen?

  2. Als Beilage gabs bei mir diesmal nix – weil die Mischung an sich schon sehr bunt ist. Was aber bestimmt genial dazu passt ist Rosenkohl. Einfach halbieren und für 180°C mit etwas Olivenöl für 30 Minuten mit in den Ofen. Und was die Masse angeht, so denk ich ist das kein Problem.

  3. Mit dem haben wir im Buch auch schon geliebäugelt – wir planen gerade das Weihnachtsessen und hoffen, dass wir den Rest der Familie auch vom Nussbraten überzeugen können. Sieht jedenfalls super aus!
    LG
    Sabrina

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