Spinatnockerl mit brauner Butter und Parmesan

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Wir wohnten mal in einer Wohnung, direkt über einem südtiroler Lokal. Eine Spezialität waren dort die Nockerl mit zerlassener brauner Butter und Parmesan. Dort habe ich sie zum ersten mal gegessen und musste natürlich gleich wieder spionieren wie sie gemacht wurden. Zum Glück waren wir gute Kunden und sie haben mir ein paar Tips gegeben.

Neben den Spinatnockerl gab es auch Käsenocken und Specknocken. Unterm Strich sind das alles Abwandlungen von den guten Semmelknödel nur eben mit verschiedenen Geschmackszutaten. Auch die Käseknödel sind sind sehr nahe Verwandte, allerdings sind die eben rund und nicht oval, wobei das für den Geschmack wirklich nicht entscheidend ist. Serviert werden die Nockerl mit zerlassener brauner Butter und Parmesan. Das macht es nicht zu einem Diätgericht, schmeckt aber absolute genial!

  • 200g Spinat (Wurzelspinat)
  • 250g Knödelbrot (ca. 5 Semmeln)
  • 1 Zwiebel
  • 150 ml Milch (kleine Tasse)
  • 3 Eier
  • Salz Pfeffer Muskat
  • Parmesan
  • Butter

Die Wurzelansätzen vom Spinat abschneiden und sehr gut waschen (!). Frischer Wurzelspinat hat die schlechte Eigenschaft, dass er den halben Acker mit bringt – es befindet sich immer jede Menge Sand und Erde zwischen den Blättern.

Die Zwiebel fein würfeln und in einer großen Pfanne mit etwas Butter bei mittlerer Temperatur andünsten (3-4 Minuten). Dabei darauf achten, dass sie nicht zuviel Farbe annehmen. Etwas braun dürfen sie nach meinem Geschmack schon werden, aber eben nicht zuviel.

spinat 300x224 - Spinatnockerl mit brauner Butter und Parmesan

Wurzelspinat muss man vor dem verarbeiten immer sehr gut waschen. Es hängt immer eine ganze Menge Sand und Erde an den Blättern.

Den gewaschenen Spinat sehr grob hacken und zu den Zwiebeln geben. Den Spinat unter häufigen wenden ca. 3-4 Minuten andünsten. Dabei verliert er mindestens die Hälfte seines Volumens. Die Pfanne vom Herd nehmen und den Spinat etwas abkühlen lassen. Durch die Resthitze wird dem einstmaligem Spinatberg endgültig der Garaus gemacht, es bleibt zum Schluss nur noch eine sehr übersichtiche Portion übrig.

In der Zwischenzeit die Milch leicht erwärmen und mit den Eiern über das Knödelbrot geben. Den abgekühlten Spinat noch mal fein hacken und ebenfalls zu dem Knödelbrot geben. Mit Salz, Pfeffer und geriebenen Muskat würzen und alles mit den Händen kräftig vermischen.

Der Teig sollte jetzt mindestens 15 Minuten ziehen, besser sogar eine halbe Stunde, damit auch wirlich alles gut durchgezogen ist und später nicht eine halbe trockene Semmel daher kommt.

Wenn der Teig zu feucht ist kann man mit Semmelbrösel gut dagegensteuern.

Mit nassen Händen ca. 12 Nocken formen. In einem großen Topf Wasser zum kochenbringen. Wenn es sprudelt kräftig salzen und die Temperatur zurückschalten.

Einen ersten Nocken probehalber ins Wasser geben beobachten. Wenn er nicht zerfällt können die restlichen Nocken nach ca. 2 Minuten folgen. Dann die Nocken für ca. 15 Minuten garziehen lassen. D.h. das Wasser darf nicht mehr kochen sonder soll nur noch leise sieden.

Wenn es den Probanten zerlegt geht es um Schadensbegrenzung, dann müssen alle ungekochten Nocken noch mal zusammengemanscht werden. Meistens war der Teig zu weich und es reicht noch mal etwas Semmelbrösel oder Mehl dazu zugeben.

Die fertigen Nocken aus dem Wasser nehmen und kurz ausdampfen lassen. Kurz vor dem Servieren in einer Pfanne Butter schmelzen lassen. Dabei darf die Temperatur etwas höher sein, damit sich die Butter leicht bräunt. Es entsteht dabei ein leicht nussiges Aroma – sensationel! – aber aufpassen, das nächste Stadium ist dann leider schon verbrannt.

Die Spinatnocken vor dem servieren noch mal in der Butter etwas anwärmen. Dann zusammen mit geriebenen Parmesan und frischem Pfeffer auf Teller anrichten.

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Fotograf, Foodblogger, Hundebesitzer, Online Marketing Experte

Seit mehr als 10 Jahren begeistert Thomas seine Leser mit Rezepten und Geschichten rund ums Kochen. In den letzten Monaten tauscht er aber immer mal wieder den Kochlöffel mit der Kamera und und berichtet über Menschen und Ereignisse, die oft – aber nicht immer mit Essen zu tun haben.

1 Kommentar

  1. Die sehen ja lecker aus!!!

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